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Dies und Das

Indigenes Wissen und Welterfahrungen. Neue Perspektiven zur Interpretation paläolithischer Kunst

Mi. 05.08.2026 | 19:00—21:00 Uhr
Foto: urmu Blaubeuren

Ein neuer Vortrag von Martin Porr
Associate Professor
Centre for Rock Art Research + Management, University of Western Australia

Veranstaltungdetails

Wie können indigene Partner aus außereuropäischen Ländern uns heute helfen, die Kunst des Paläolithikums besser zu verstehen? Die Bedeutung von paläolithischer Kunst ist weiterhin Gegenstand von intensiven und leidenschaftlichen Diskussionen und Kontroversen. Immer wieder spielen bei verschiedenen Interpretationen auch Informationen von außereuropäischen, indigenen Völkern und Gruppen eine Rolle. In der Vergangenheit wurden entsprechende Ansätze in sehr vereinfachter Form verfolgt und direkte Vergleiche zwischen paläolithischen und indigenen Gesellschaften hergestellt. Solche Interpretationen sind zurecht kritisiert worden, da sie zumindest teilweise den Eindruck erwecken, dass indigene Gruppen in ihrer Entwicklung stehengeblieben sind und immer noch einer anderen historischen Zeit angehören. In der jüngeren Vergangenheit haben sich Kooperationen zwischen Archäologen und indigenen Partnern immer weiter und enger entwickelt. Damit haben sich auch neue Ansätze zur Interpretation archäologischer Befunde ergeben, die neue Perspektiven auf die paläolithische Kunst ermöglichen. In diesem Vortrag werden verschiedene Beispiele, etwa aus Australien und Südafrika, vorgestellt und diskutiert, wie indigenes Wissen und indigene Welterfahrungen das Verständnis paläolithischer Kunst auf eine bessere Grundlage stellen können. Ein solches Vorgehen wird auch der globalen Vielfalt menschlicher Lebensentwürfe in der Geschichte und Gegenwart gerechter.

Termine

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Ausgewählter Termin
von Alb-Donau-Kreis / urmu Blaubeuren / Alle Rechte vorbehalten
27.04.2026
Diese Veranstaltung wird präsentiert mit freundlicher Unterstützung der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg.
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