Mit einer Luchsexpertin und Archäologen im Gespräch
Das urmu folgt am Internationalen Museumstag am 17. Mai von 13 bis 16 Uhr ganz dem landesweiten Motto „Baden-Württemberg erzählt“: Wir bieten Archäologie-Interessierten spannende und skurrile Geschichten hinter außergewöhnlichen Objekten und die Gelegenheit, mit Fachleuten aus dem Ländle ins Gespräch zu kommen. Erzählt wird etwa am Beispiel eines präparierten Luchses von ebendiesem im Straßenverkehr nahe Blaubeurens umgekommenen Tier; eine Wildtierexpertin der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt berichtet von aktuellen Sichtungen, Wildtieraufnahmen und anderen Spuren der Luchse im Land; und eine Archäo-Zoologin schlägt die Brücke zur Ökologie der Pinselohren in der Vergangenheit und präsentiert weitere Knochenfunde aus der eiszeitlichen Tierwelt.
Darüber hinaus stellen Wissenschaftler im urmu Steinartefakte vor und geben damit Antworten auf spannenden Fragen: Wie erkennt ein Archäologe, ob ein Stein von Menschen bearbeitet ist oder durch geologische Prozesse wie Frost, Erosion oder Meeresströmung geformt wurde? Und was erzählen die ältesten Steinwerkzeugfunde der Region vom Leben in der Altsteinzeit? Besucher sind ausdrücklich aufgefordert, eigene Fundstücke mitzubringen und sie von den Spezialisten vor Ort bestimmen zu lassen. Kinder können an diesem Tag in der Steinzeitwerkstatt Lederbeutel herstellen oder um 13.30 Uhr die Familienführung „Mit Seppi in die Eiszeit“ besuchen.