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NABU-Stunde der Gartenvögel: Alle Vögel sind schon da, oder?

Vom 8. bis zum 10. Mai 2026 heißt es wieder: Raus ins Freie, Vögel zählen! Bei der NABU-Stunde der Gartenvögel sind alle gefragt.
Was fliegt denn da? Bei der Stunde der Gartenvögel können alle mitmachen.Foto: NABU/Sebastian Hennigs

Der Frühling ist da – und mit ihm die Vogelwelt. Es zwitschert in den Bäumen und Hecken, in Parks und Wäldern schwirrt es und im Garten sind Rotkehlchen, Amsel & Co. auf Futtersuche.

Jeder kann mitmachen

Vögel in der Nähe beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen und dabei noch etwas gewinnen – all das vereint die „Stunde der Gartenvögel“. Seit 2005 rufen der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der bayrische Landesbund für Vogelschutz (LBV) bundesweit dazu auf, Vögel im Garten und der Natur zu zählen – derzeit ist die „Stunde der Gartenvögel“ die deutschlandweit größte Aktion zur Vogelbeobachtung. Mit der Teilnahme kann jede*r mithelfen, eine detaillierte Momentaufnahme der Vogelwelt in den Städten und Dörfern zu ermöglichen.

In diesem Zeitraum wird gezählt

Beobachtet werden kann zu einer beliebigen Stunde vom 8. bis 10. Mai 2026.

Video: Stunde der Gartenvögel 2026 – zähl mit!

Wie geht’s?

Mitmachen ist ganz einfach. Man setzt sich einfach mit einer Tasse Tee oder Kaffee oder einem sonstigen Getränk seiner Wahl eine Stunde lang in die Natur – sei es auf den heimischen Balkon, die Terrasse im Garten oder auf eine Parkbank. Ein Feldstecher ist natürlich keine schlechte Idee, wenn man ihn denn besitzt, ansonsten heißt es einfach Augen auf und zählen.

Augen auf

Gezählt wird nicht die komplette Menge der Vögel in dieser Stunde, sondern die größte beobachtete Anzahl einer Art zum gleichen Zeitpunkt während des Beobachtungszeitraums. Sprich: Wer einen Haussperling – übrigens der Rekordhalter unter den Gartenvögeln, was Sichtungen betrifft - sieht, notiert das zunächst, gesellt sich zu Sperling eins ein zweiter (was nicht unwahrscheinlich ist), gilt die Zahl der Sichtungen als zwei, sieht man fünf, ist dies die Zahl, die notiert wird. Es gilt also immer die höchste Anzahl gemeinsam gesichteter Vogelarten. Sieht man zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal drei Haussperlinge, werden diese nicht dazuaddiert, sondern die fünf bleibt stehen. Einen Meldebogen mit den 20 häufigsten Vogelarten und ihrer Beschreibung hat der NABU erstellt.

Wer fliegt denn da? Diese Vogelarten sind am Häufigsten Gäste in unseren Gärten.Foto: NABU
Video: Unsere 10 häufigsten Gartenvögel

Teamarbeit

Natürlich muss man das Ganze nicht alleine machen, sondern kann sich auch zu mehreren auf Vogelpirsch machen. Ob alleine oder in der Gruppe – natürlich ist ein umweltsensitives Verhalten angesagt: Viele Vogelarten sind scheu und zeigen sich nur, wenn die Umgebung passt. Wenn Freundesgruppen, Schulklassen oder Kindergartengruppen gemeinsam zählen, sollte am Ende nur eine gemeinsame Meldung abgegeben werden. Alle Beteiligten beobachten und notieren die Vögel an einem festgelegten Ort. Nach Ablauf der Zählstunde wird ermittelt, wer von einer Vogelart die höchste Anzahl gleichzeitig gesichtet hat. Diese Zahl wird anschließend als Ergebnis gemeldet.

Bis zum 18. Mai melden

Bis 18. Mai kann man seine Ergebnisse dann beim NABU melden. Und zu gewinnen gibt es auch etwas: Vom Fernglas bis zum Nistkasten natürlich alles, damit auch die nächste "Stunde der Gartenvögel" ein Erfolg für Tier und Mensch gleichermaßen wird.

Die Ergebnisse lassen sich ganz leicht auf dem Meldebogen festhalten.Foto: NABU/Sebastian Hennigs

Hintergrund:

Nach NABU-Angaben ist es Ziel der Aktion, ein „deutschlandweites und möglichst genaues Bild von der Vogelwelt in den Städten und Dörfern zu erhalten“. Denn viele Menschen haben heute das Gefühl, dass sie sich früher häufiger am Gesang von Zaunkönig, Singdrossel oder Star erfreuen konnten. Beruhen diese Befürchtungen auf Tatsachen, oder wird hier die vermeintlich „gute alte Zeit“ verklärt? Das möchten die Initiatoren herausfinden. Die Aktion soll dabei keine wissenschaftlich exakte Erfassung des deutschen Vogelbestands darstellen, sondern längerfristig die Entwicklung von Bestandszahlen der Vögel in Gärten und Parks widerspiegeln und dokumentieren. Die Stärke liegt im langjährigen Datenvergleich, aus dem sich neue Erkenntnisse zur Entwicklung einzelner Vogelarten sowie zu deren regionaler Verteilung gewinnen lassen.

von jr/uw/pm/red
23.04.2026
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