Am letzten Aprilwochenende fanden zeitgleich zwei große Städtemarathonveranstaltungen statt – in London bewältigten stolze 59.800 und in Hamburg 15.529 Teilnehmer die Königsdisziplin. In der Hansestadt kamen noch 850 Staffelläufer und nachmittags nochmals rund 7.000 Halbmarathonis dazu, sodass fast 24.000 Läuferinnen und Läufer die Hansestadt „besichtigten“.
Vom TV Flein waren Hannes Eberenz und Christoph Nestle in den hohen Norden gereist, nachdem sie dort vor genau 10 Jahren schon einmal angetreten waren. Für Hannes war dies ein lang im Voraus geplantes Überraschungsgeschenk zu seinem Geburtstag 2025, sodass er erst im November 2025 erfuhr, dass sein Frühjahr 2026 von einer intensiven Marathonvorbereitung geprägt sein würde! Nun, er hat diese Herausforderung angenommen und sich intensiv 13 Wochen vorbereitet.
Am Lauftag herrscht dann tolles Läuferwetter – kühl, kaum windig und Sonnenschein, als die Marathonis um 8.30 auf ihrem Rundkurs an vielen Sehenswürdigkeiten Hamburgs vorbeigeschickt wurden. Dies wussten beide Fleiner Läufer auch zu nutzen und so nimmt es nicht Wunder, dass beide zusammen zeitgleich mit tollen Zeiten ins Ziel kamen.
Hannes Eberenz steigerte seine Zeit aus 2016 um über 5 Minuten und Christoph Nestle erzielte gar mit der gemeinsamen Zielzeit von 3.22,51 eine persönliche Bestzeit. Damit erreichten sie Platz 2.055 und 2.056 sowie Hannes Platz 143 in der AK 50 sowie Christoph Platz 420 in der AK 30.
Einen Anteil daran mag auch gehabt haben, die Unterstützung der mitgereisten Begleiter. Dank des Hamburger U- und S-Bahnnetzes ist es möglich, die Läufer auf ihrem Rundkurs zu begleiten. Und dies nutzen, wie die übervollen Bahnen bewiesen, viele Tausend „Unterstützer“. So gelang auch es zu organisieren, dass Hannes bei Kilometer 30,5, „wo der Marathon erst richtig beginnt“ persönlich vom dortigen DJ auf seinem „Geburtstagslauf“ angefeuert wurde!
Ein wenig die Schau gestohlen wurde den tollen Leistungen in Hamburg – immerhin kam nach 27 Jahren Samuel Fitwi mit der tollen Zeit von 2.04,45 als Zweiter mal wieder ein Deutscher aufs Siegerpodest – durch die Sensationsleistung in London.
Mit der mit seiner neuen Weltrekordzeit von 1.59,30 blieb dort Samuel Sawe aus Kenia erstmals bei einem offiziellen Rennen unter der magischen 2-Stunden-Grenze!
Ein wenig langsamer war dort Andreas Vent Schmidt, der mit gelaufenen 3.56,23 Stunden aber deutlich unter der magischen 4-Stunden-Grenze blieb. (Platz 18.623 insgesamt – Platz 2.141 in der Ak 40)
M.N.
