
Luxe zündeten Feuerwerk der guten Laune
Mit einem fünfstündigen Non-Stop-Programm bewiesen die Altlußheimer Luxe ein sicheres Händchen für gute Laune und überbordende Stimmung bei ihrer 19. Prunksitzung am Samstagabend in der Rheinfrankenhalle. Pünktlich um 19.11 Uhr führten die „Altlossemer Rhoigeischda“ mit ordentlich Rabbatz die närrische Streitmacht durch den voll besetzten Saal in Richtung Bühne. Angeführt von Zugmarschall Sandra Fluhrer folgten Präsidium, Luxina Madlen I. von der Perle zur Krone, Senat, Elferräte und Garden. Luxina Madlen I. begrüßte gut gelaunt die Gäste und verkündete ihr Motto.
Auch von Präsidentin Karin Thegler gab es ein herzliches Willkommen, bevor sie das Mikrofon an den Moderator des Abends, Ari Vogel, abgab. Zusammen mit Sandra Fluhrer führte er souverän und charmant durch das Programm. Mit der Entscheidung, Ari Vogel zum Moderator zu ernennen, haben die Luxe eine gute Wahl getroffen. Endlich mal jemand, der nicht ständig „seid ihr gut druff“ ins Publikum brüllte, sondern flüssig und ohne unnötige Kommentare durch den Abend führte. Die Rhoigeischda spielten noch zwei fetzige Stücke, dann leerte sich die Bühne, um gleich wieder Platz zu machen für die Krümelgarde. Als „Cowgirls“ mit Steckenpferden wirbelten die Kleinsten über die Bühne und wurden kräftig bejubelt. Die Größe der einzelnen Garden bei den Luxen ist wirklich beeindruckend, auch die Jugendgarde füllte bei ihrem Marsch die Bühne in zwei Reihen. Trainerin Sabrina Linke und ihre Co-Trainerinnen sowie die Betreuerinnen haben wirklich alle Hände voll zu tun und zaubern jedes Jahr vollendete Marsch- und Schautänze auf die Bühne. Nach den süßen „Krümeln“ kam die erste Bütt und dafür war die aus Fernsehsendungen bekannte Marion Striebich aus Gaggenau engagiert worden. Als ihre bekannte Figur „Klara Kohlbecker“ zog sie die ganze Aufmerksamkeit auf sich, erzählte Witze, outete sich als Fastnachtsnudel und tanzte ihre Gefühle in einem Verzweiflungstanz. Ein dezenter Strip und eine CanCan-Nummer rissen das Publikum mit und es gab tosenden Beifall für die Künstlerin. Ihrem Auftritt folgten die „Bühnenbuddy's“ aus Bruchsal. Daniel Prestel und Lars Dettweiler blödelten und sangen sich durch ihren Auftritt, eine Mischung aus Comedy und fetziger Musik. Das Publikum honorierte nicht nur den gekonnten Auftritt, ihre Gage geht in einen Spendentopf, mit dem die beiden soziale Projekte unter anderem ihr „Weihnachten, du bist nicht allein“ finanzieren. Damit die Stimmung keinen Knick bekam, eroberte das Duo Nasté die Bühne. Stefan Röger und Nadja Lesniewski sind echte Könner, was Stimmungshits angeht und holten in null Komma nichts die Besucher von den Stühlen. Sie sind quasi Dauergäste bei den Luxen und immer eine Garantie für allerbeste Laune. Ohne Pause wirbelte Tanzmariechen Saskia Murrer über die Bühne und bewies, dass sie den Titel „Tanzmariechen“ zu Recht trägt. Temporeich und akrobatisch bezauberte sie die Zuschauer. Nahtlos reihten sich die „Rheinfunken“ an und präsentierten ihren aktuellen Marschtanz. Das Programm bot eine gute Mischung aus Bütten, Tänzen und Musiknummern und von der Narrhalla Ketsch stieg Nele Maier in die Bütt. Die junge Nachwuchsrednerin hatte allerhand über ihren nicht so ganz gewöhnlichen Hund zu erzählen und wurde mit reichlich Applaus belohnt. Der aktuelle Tanz der Luxeladys, die als Hexen die Bühne eroberten, wurde ebenso bejubelt wie der Marschtanz der Rheinperlen. Bei den Luxeladys hatte Renate Bischoff eine stimmige Choreographie einstudiert, die mit viel fetziger Musik unterlegt war. Nach einer kurzen Pause war es dann Zeit für die „Isemer Prinzessin Concita mit Wurst“. In dieser Rolle hat sich Fabian Wilhelm von den „Böhler Hängsching“ etabliert und als zuckerrosa Prinzessin verkleidet gab er einen schwungvollen, teils etwas zotigen Vortrag, der aber bestens unterhielt und die Prinzessin bekam dafür „Standing Ovations“.
Überhaupt gab es viele Zugabe-Rufe von einem aufmerksamen Publikum. Sänger Claudio Gläser aus Brühl gab alles, um die Besucher von den Stühlen zu holen und mit Hits wie „Sternenhimmel“ oder „Wär ich ein Möbelstück, wär ich eine Lampe aus den 70ern“ gelang ihm das ohne Mühe. Nach dieser Stimmungsgranate stieg Jeanette Huck vom CC Blau-Weiss Hockenheim in die Bütt und berichtete als „Perle Paula“ aus ihrem Dienstmädchenalltag.
Seit Jahrzehnten stehen die „Dubbeglas-Brieder“ aus der Pfalz auf der Bühne. Mit Gitarre und Tambourin und alten Hits wie „Rot sind die Rosen“ und „Sierra Madre“ brachten sie den Saal zum Beben und das Publikum feierte sie ohne Ende. Selbst gegen 23.30 Uhr hätte die Stimmung im Saal nicht besser sein können. Unter großem Jubel präsentierte die Rheinperlen-Garde ihren Schautanz „Magie der Farben“, wo sie gegen das Grau in der Welt antanzten.
Fehlte zum großen Finale nur noch das Männerballett, die „Luxedopser“. Dieses Jahr hatten sie sich das Filmthema „Jumanji“ vorgenommen, das sie mit Bühnendeko und Safarikostümen perfekt umgesetzt hatten. Der mit Hebefiguren und tollen Bewegungseffekten gespickte Tanz erhielt donnernden Applaus und nach einer kurzen Verschnaufpause tanzten die Männer gerne die geforderte Zugabe.
Zu der 19. Prunksitzung kann man nur sagen: „Luxe, alles richtig gemacht“!