Die diesjährige Kulturfahrt am Sonntag, 10. Mai, wurde bei „hervorragendem Wetter“ zu einer Landschafts- und Naturfahrt. Sybille Knödler und Jürgen Gruß brachten uns in Zügen und im Bus in die allgäuische Residenz Bad Wurzach.
Zunächst begingen wir Teile des Schloss- und Kurgartens mit Anschluss an das Wurzacher Ried, das vor etwa 20.000 Jahren entstand. Ein Frosch- auf der einen und ein Kurkonzert auf der anderen Seite erfüllte die Umgebung.
Während eines zweiteiligen Stadtrundgang eröffneten wir uns Blicke auf das heutige Bad Wurzach, aber vor allem auf die zum Teil gut zu erkennenden Strukturen der historischen Stadt mit der Stadtpfarrkirche St. Verena (1777 fertiggestellt), dem ehemaligen Zunfthaus der Weber und das barocke Schloss der Fürsten von Waldburg-Zeil-Wurzach.
Im Jahr1723 begann der Bau des heutigen Schlosses mit seinem Treppenhaus, ausgezeichnet durch seine zierliche Konstruktion und sein vortreffliche Freskogemälde mit der Darstellung eines griechischen Götterhimmels. Erstellt unter Leitung von Johann C. Bagnato (1696–1757), ausgeführt durch den italienischen Maler Giovanni P. Scotti (1695–1761).
Zur Heimfahrt nutzten wir die Möglichkeit mit der seit letztem Jahr wieder in Betrieb genommenen Moorbahn nach Aulendorf zu fahren. Entlang der Schienenstrecke von Bad Wurzach über Rossberg gab es zahlreiche technische Überlieferungen dazu unberührte Natur zu entdecken. Mit auf der Bahn an Bord, „live“ dabei: Landsknecht Kunz, dargestellt von Michael Skuppin, mit zur Fahrt passenden Geschichten um die Bauernaufstände vor 500 Jahren, ergänzt durch Wurzacher Industriehistorie.
