Köngen – Laut einer aktuellen britischen Studie werden Jugendliche zunehmend unglücklicher. Als zentrale Ursachen werden vor allem globale Krisen sowie der wachsende Einfluss von Social Media genannt. Im Vergleich zu früheren Generationen fehlt es vielen jungen Menschen an sogenannten „Glückspuffern“: stabilisierenden Faktoren, die helfen, Belastungen besser zu bewältigen.
Vor diesem Hintergrund haben sich die Klassen 8 der Burgschule Köngen intensiv mit der Frage beschäftigt, wie solche Glückspuffer entstehen können. Einen wichtigen Impuls lieferte ein eindrucksvoller Vortrag von Kera Rachel Cook. Die ehemalige Teilnehmerin von „Germany’s Next Topmodel“, Model und Betroffene einer Magersucht berichtete offen von ihren persönlichen Erfahrungen mit Medien, Social Media und Suchtverhalten. Dabei sprach sie auch über die Herausforderungen verzerrter Körperbilder und den Druck, gesellschaftlichen Idealen zu entsprechen.
Besonders wertvoll für die Schülerinnen und Schüler waren die zahlreichen Tipps, die Cook weitergab: Sie zeigte auf, wie junge Menschen mit Problemen wie Spielsucht, Social-Media-Sucht oder Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper umgehen können. Gleichzeitig vermittelte sie Strategien, um sich präventiv vor solchen Entwicklungen zu schützen.
Im Anschluss an den Vortrag vertieften die Klassen das Thema in mehreren Unterrichtsstunden. Auf Grundlage ihres neu gewonnenen Wissens entwickelten die Schülerinnen und Schüler eigene Botschaften und gestalteten kreative Präventionsplakate, die zum Nachdenken anregen und Mut machen sollen.
Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle der AOK sowie dem Elternförderverein, die durch ihre finanzielle Unterstützung den Vortrag für die Achtklässler ermöglicht haben.