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Betrug am Telefon

Betrug per 116 117: KVBW warnt vor falschen Arzt-Anrufen

Anrufer fordern plötzlich Bankdaten? Die Kassenärztliche Vereinigung warnt vor einer neuen Masche am Telefon. Was vor Betrug rund um den Arzttermin schützt.
Seniorin mit Telefon
Betroffene Patienten sollten keine persönlichen Finanzdaten am Telefon preisgeben, warnte die KVBW. (Symbolbild)Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Wenn's kein gesundheitlicher Notfall ist und dennoch dringend, ist der Patientenservice gefragt. Neben Informationen über ärztliche Bereitschaftsdienste werden unter der Telefonnummer 116 117 auch dringend erforderliche Termine bei einem Arzt oder Psychotherapeuten vermittelt. Es ist auch möglich, einen Arztbesuch online oder per App zu vereinbaren.

Allerdings ist das auch Betrügern bereits bewusst geworden: Seit Anfang des Jahres werden Menschen vermehrt von angeblichen Mitarbeitern der Servicestelle angerufen, wie die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) warnt. Die Betrüger versuchten dabei, sensible Daten – insbesondere Bankinformationen – abzufragen.

Betrügerische Anrufe sollten sofort beendet werden, rät die KVBW. «Die Mitarbeitenden des 116 117-Patientenservices erfragen zu keinem Zeitpunkt Bank- oder Zahlungsdaten», betont ein Sprecher des Verbands. «Wir bitten die Bevölkerung dringend, wachsam zu sein und keine persönlichen Finanzdaten am Telefon preiszugeben sowie solche Anrufe sofort zu beenden.»

Die Nummer 116117 gehört eigentlich zum ärztlichen Bereitschaftsdienst. Über diesen Service erhalten Patienten medizinische Hilfe, um einen Arzttermin zu finden oder bekommen Auskunft, wenn Arztpraxen geschlossen haben.

Erscheinung
exklusiv online
Orte
Stuttgart
Kategorien
Recht & Justiz