
Sportvorstand Jochen Saier führt die bemerkenswerte Erfolgsserie des SC Freiburg in der laufenden Europapokal-Saison besonders auf die Arbeit von Trainer Julian Schuster zurück. Dessen ganzes Team arbeite «extrem akribisch im Kollektiv», sagte der 47-jährige Saier nach dem Halbfinal-Einzug des badischen Fußball-Bundesligisten in der Europa League bei RTL. Gerade Schuster mache es aber «vor der Gruppe außergewöhnlich gut».
Er verspüre «große Dankbarkeit», sagte Schuster selbst - für Momente wie die am Donnerstagabend und eine erneut so starke Leistung seiner Freiburger. Eine Woche nach der 3:0-Gala im Hinspiel gewannen sie auch das Viertelfinal-Rückspiel bei Celta Vigo mit 3:1 (2:0). «Sehr erwachsen» fand Offensivmann Vincenzo Grifo den Auftritt der Freiburger. Er sei «unglaublich stolz».
Die Breisgauer hatten mit den Galiziern keine Mühe und mussten erst in der Nachspielzeit noch einen Gegentreffer hinnehmen. Im Halbfinale am 30. April und 7. Mai treffen sie auf Sporting Braga aus Portugal. Das Europa-League-Endspiel findet am 20. Mai in Istanbul statt.
Für den SC ist es schon jetzt eine herausragende Europapokal-Saison - und längst die erfolgreichste der Clubhistorie. Noch nie zuvor waren die Freiburger in ein internationales Viertelfinale vorgestoßen. Nun, im zweiten Jahr unter Chefcoach Schuster, greifen sie womöglich sogar nach einem Titel.
Schuster habe die Mannschaft «super geformt», hatte Ex-Freiburg-Trainer Christian Streich zuletzt schon gesagt. «Das wundert mich aber auch nicht.» Der frühere Kapitän, der ihn im Sommer 2024 als Chefcoach abgelöst hat, sei die «optimale Lösung» gewesen. «Ich bin zwar nicht überrascht, aber freue mich natürlich, dass er so erfolgreich ist», sagte Streich über Nachfolger Schuster.
Der konnte sich auch in Vigo auf den formstarken Igor Matanovic verlassen. Der Stürmer traf sehenswert zur Führung - und bereits zum neunten Mal in einem Pflichtspiel seit der Winterpause. Yuito Suzuki erzielte die beiden weiteren Tore für den SC, der in der Bundesliga am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) auf den Abstiegskandidaten 1. FC Heidenheim trifft.