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Ausflugsziel
Direkt am Freibad gelegen

Klostersee Friedenweiler

Der Klostersee verspricht Entspannung für die ganze Familie inmitten der herrlichen Schwarzwaldlandschaft.
Kinderschwimmfest mit Wasserspielen am Klostersee Friedenweiler
Kinderschwimmfest mit WasserspielenFoto: Gemeindearchiv Friedenweiler/ Freibad Förderverein Friedenweiler

Der Klostersee, berühmt für sein besonders sanftes Wasser, dient seit circa 1850 als Badesee. Er hat eine Länge von 220 Metern und eine Breite von 75 Metern. Rundherum gibt es für Badegäste mehrere barrierefreie Einstiegstreppen. Die weitläufige Liegewiese mit zahlreichen ruhigen Plätzen sowie das Floß in der Mitte des Sees laden zum Entspannen und Sonnenbaden ein. Abenteuerlustige können das Gewässer auch mit Ruderbooten erkunden. Für Wagemutige gibt es ein 3-Meter-Sprungbrett.

Mehrere Menschen mit Surfbrettern auf dem Klostersee Friedenweiler
Wasserspaß auf dem Klostersee.Foto: Gemeindearchiv Friedenweiler/ Freibad Förderverein Friedenweiler

Der Klosterweiher wurde 1613 von einem Knecht des Zisterzienserklosters angelegt. Am 10. April 1614 brach der Damm nach starkem Schneefall sowie Regen und richtete an Häusern in Rötenbach großen Schaden an, den das Kloster begleichen musste. Mit dem Wasser des Weihers sollte ein ganzjähriger, gesicherter Mühlenbetrieb gewährleistet werden. Auch wurden hier Fische, vor allem für die Fastenzeit, gezüchtet. Am 16. September 1616 wurde der Weiher erstmals befischt. Im Zuge der Säkularisation gingen 1802 das Kloster und der Weiher an das Haus Fürstenberg. Östlich des Klosterweihers am Talweg steht ein orthodoxes Holzkreuz und eine Inschrift erinnert: „Hier wurden 120 russische Soldaten begraben, welche in den Kriegen von 1813 / 14 in dem hiesigen, in ein Militärspital umgewandelten Kloster an Typhus gestorben sind.“ Von 1840 bis 1920, als in Friedenweiler Bier gebraut wurde, diente der Weiher zur Eisgewinnung für die Bierkühlung.

Der Hotelier Karl Baer pachtete um 1922 den Weiher als Fischgewässer und richtete eine Badeanstalt ein für die Gäste des Hotels. Er ließ eine Umkleidekabine erbauen und kaufte zwei Holzruderboote. Bürgermeister Alexander Peghini und Pfarrer Bernhard Kromer seien den Überlieferungen zufolge darüber nicht erbaut gewesen. Die Hotelbesitzerin Pia Fuggenthaler berichtet, dass der Bürgermeister am Einweihungstag auf seiner angrenzenden Wiese Mist ausgefahren und Pfarrer Kromer von der Kanzel aus gegen das Bad gewettert habe. 1922 galt das Baden von Männern und Frauen noch als unschicklich. Sonnenbaden war nicht erlaubt. Dafür gab es oberhalb des Ortes ein mit Hecken und Bretterzaun eingefriedetes Gelände mit Kaltwasserdusche, das auch heute noch „Sonnenbad“ heißt.

Mit fortschreitendem Tourismus wurde der Weiher im Sommer zum Baden und Bootfahren sowie im Winter zum Schlittschuhlaufen und Eisstockschießen genutzt.
Am 31.7.1957 kaufte die Gemeinde den Klostersee und das westlich angrenzende Gelände vom fürstlichen Haus für touristische und landwirtschaftliche Zwecke. 1972 wurde das neu erbaute Schwimmbad mit beheiztem Becken, Terrassencafé und Sanitärgebäude eröffnet. Ab 2005 begann die Ertüchtigung des Bades für die Zukunft mit einer Solarheizung. Es folgten die Erneuerung der Wassertechnik und der Kauf einer Beckenabdeckung (2016). Mit einer umfangreichen Sanierung der WC-Anlagen sowie der Umkleideräume und des Schwimmbeckens (2022-2023) ist das Bad für viele Jahre wieder auf dem Stand der Technik.

Eine Frau mit Schirm auf einem Prospekt aus dem Jahre 1930 am Klostersee Friedenweiler
Prospekt aus dem Jahre 1930.Foto: Gemeindearchiv Friedenweiler / Freibad Förderverein Friedenweiler

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